Paul-Hertz-Gesamtschule, Winter 2016/17




Jahrgang 15Bild 15
Kamera:Canon PowerShot SX210IS
Ort:Wedding
Kategorie:Schule
Entstehungszeit:2017-02-19
Netzstellung:2017-02-25 (geplant)
2017-11-18





Die Paul-Hertz-Gesamtschule im Regen...

Eine Reise in die Vergangenheit.
Rund 40 Jahre.
Damals brauchte ich 15-20 Minuten für den Schulweg.
Momentan sind es 70. Vielleicht 60, wenn man die Zigarettenpause rausrechnet.
(Wird das noch irgendwann mal wieder weniger?)
Zu "meiner" Zeit war das Gebäude nicht nur einfach goldgelb,
sondern hatte alle Regenbogenfarben blau, grün, gelb, orange, rot, lila...
Sie heisst auch nicht mehr Paul-Hertz-Gesamtschule.
Sondern Oberstufenzentrum Gesundheit I.
Damals waren wir die ersten Schüler... in einer asbestverseuchten Schule.
Es gab 12 parallele Klassen. Genannt "Kerngruppen". Meine trug (im ersten Jahr) die Nummer 725.
Zu einer Kerngruppe gehörten irgendetwas zwischen 20-30 Schüler. Manchmal auch ein paar mehr.
Unser Kerngruppenleiter war Herr Franke. Er war auch zeitweilig unser Lehrer für Biologie. Ich glaube, er hat manchmal (ggf. als Vertretung) auch Deutsch gegeben.
Er war ziemlich ok. Einen Vornamen habe ich (glaube ich) nie erfahren. Nach unserer Zeit soll er allerdings (gesundheutliche) Probleme bekommen haben, so dass es nie zu einem späteren Klassentreffen gekommen ist.

Gesamtschulen waren zu der Zeit Ganztagsschulen... von 8 bis 16 Uhr.
Mit Mittagessen und einer Freistunde nach den ersten vier (sechs?) Stunden a 45 Minuten.
In der Freistunde konnte man lernen, spielen, Sport treiben...
Einer der Kerngruppenleiter war in dieser Zeit als Aufsicht da.
Die Schule hatte neben der Mensa, einer Bibliothek und den Sportplätzen auch eine Cafeteria. Dort konnte man für sein Taschengeld Süssigkeiten, Obst, Schrippen (ggf. "mit was drauf"), Kaffee(?), Tee(?), Milch, Kakao und Säfte bekommen. Wenn man Taschengeld hatte. Ggf. auch am Automat, wenn er denn ging.
Ich erinnere mich, dass ich ziemlich oft Schach spielte.
Manchmal mit Olaf, häufiger mit Sami.
Gegen Sami gewann ich ziemlich oft, gegen Olaf verlor ich ziemlich oft. Letzteres war kein Wunder, denn Olaf spielte auch in einem Schachclub.
(Er hatte die Theorie, dass die "Fäden" von Bananenschalen krebserregend sind...)
Gegen ihn hatte ich eigentlich nur eine Chance, wenn er nach dem 4., 5., 6., 7... Spiel müde wurde und die Konzentration verlor...
Selten mal spielte auch Krelle gegen mich. Ich glaube, wir waren ziemlich gleichwertig. Aber Krelle spielte lieber und öfter Fussball...
Fussball war nicht mein Ding. Eher Volleyball oder Handball. Für Volleyball gab es eine schulinterne Interessensgruppe. Der Lehrer dafür war Herr Staudacher, der auch Chemie unterrichtete. Und er hatte ein Interesse an Computer. Er besass u.a. einen HP41C (ein programmierbarer Taschenrechner mit sagenhaften 512 Programmschritten, alphanumerischer Eingabe-/Ausgabefähigkeit und umgekehrt polnischer Notation) und dazu noch den passenden Thermodrucker.
Beides sündhaft teuer.
Für damalige Schülerverhältnisse so ziemlich unbezahlbar.
Programme speicherte man auf Magnetstreifen.
Ich programmierte für den HP41C irgendetwas mit Spektrallinien.
Sozusagen meine erste Programmiertätigkeit.
Und vielleicht sogar die wissenschaftlichste meiner gesamten Programmierungen überhaupt.
Ziemlich traurig...
Später lernte ich BASIC und PASCAL (Modula?) in einem Wahlfach Informatik.
Lehrer dafür war u.a. Herr Schröder, der auch Mathematik und Sport unterrichtete.
Er wurde am Ende mein Vertrauenslehrer in der Zeit bis zum Abitur...

Wenn ich noch länger überlege, fallen mir auch noch ein paar Namen ein.
Da war Herr Hamann, der stellvertretender Schuldirektor war und mehr so nebenher Latein unterrichtete. Seine Stunden waren oft ziemlich unterhaltsam, denn er erzählte oft und gerne über die Römerzeit. Die Lateinvokabeln sollte man dann eher ausserhalb des Unterrichts lernen.
Viele Vokabeln aus der Zeit habe ich nicht behalten. Man kann sogar fast sagen garkeine...
Einer unserer Musiklehrer für ein halbes oder ganzes Jahr war Herr (Christian) Kneisel. Den Vornamen weiss ich als einziges, weil er auch Musiker bei der NDW-Gruppe Bleibtreu war. Und ich eine LP habe, auf der er Synthesizer gespielt hat. Auf der Plattenhülle steht: "Die Musik der goldenen achtziger Jahre!"
Und die Aufforderung: "Hab Lust zum Tanzen!"
Und es sind jede Menge Gummibärchen drauf. Extrem sympatisch.
(Keine Ahnung allerdings, was an den Achtzigern golden gewesen sein soll...)
Was er uns beigebracht hatte, weiss ich im Einzelnen nicht mehr.
Aber ich glaube, es ging um Tonarten und Notenschlüssel und Instrumente...

achim hat's auf helgoland
einer dicken angetan
schläft nur noch im einzelbett
liebe raubte ihm sein fett
(Bleibtreu)

Frau Staudacher war ebenfalls Lehrerin an der Paul-Hertz-Gesamtschule.
Sie war wie Herr Staudacher vergleichsweise jung und unterrichtete Kunst.
Im normalen Unterricht habe ich sie nie gehabt, aber sie unterrichtete auch das Wahlfach Kunst, in dem man u.a. Photographieren, Photos entwickeln und einiges andere (Stricken?) näher beigebracht bekam.
Die Photos waren belanglose Übungen, aber ich erinnere mich dunkel an ein Bild, das ich damals gemalt hatte und ihr persönlich überlassen hatte...

Ein weiterer Name in Erinnerung ist Frau Drechsler.
Sie unterrichtete Englisch und ggf. auch Geschichte oder Deutsch.
Sie war relativ klein und schlank. Höchstens eins sechzig gross.
Aber anders als andere Lehrerinnen konnte sie sich durchsetzen.
Da hagelte es manchmal an schlechten Tagen Verweise und Schulbucheinträge.
Einmal in einer sehr langweiligen Stunde versuchte ich, die Zunge so weit wie möglich in den Hals zu bekommen, um unter das Zäpfchen zu kommen. Minutenlang. Muss komisch ausgesehen haben. Hab vergessen, wie sie es kommentierte, aber sie kommentierte es. Und es blieb überraschenderweise folgenlos.
Sie war (glaube ich) bei einer Schulreise die weibliche Begleitung.
Sie war nicht wirklich hübsch, aber trotzdem irgendwie auf intelligente Art anziehend...
Allerdings... sie kam aus Süddeutschland, auch wenn bei ihr fast kein Akzent zu hören war...

*

Happy Birthday, Zelia...









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