im Januar 2010 | This page in English |
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| -- jd -- | Folgemonat |
Die monatlichen Grafiken zum Sternenhimmel sind mittels StarryNight 2.0 von SiennaSoft Inc. für einen Standort innerhalb Berlins erstellt worden. Sie sind ohne große Abstriche für den gesamten Brandenburger Raum nutzbar. Sie enthalten weder Mond noch die Planeten und entsprechen sinngemäß den Ausschnitten einer drehbaren Sternenkarte.
Die Karten wurden 1997 zum ersten Mal vorgestellt, als noch kaum Online-Himmelskartenprogramme existierten. Sie zeigen den Himmel um 23 Uhr MEZ zur Monatsmitte und somit um 24 Uhr zu Monatsbeginn und um 22 Uhr zu Monatsende.
Die Sonnenauf- und -untergangszeiten sind in diesem Monat mittels StarryNight 2.0 ermittelte Zeiten für 52°31'30" Nord und 13°18'45" Ost bei 3m über NN (Normalnull bzw. über dem mittleren Meeresspiegel). Ebenfalls angegeben sind die Zeiten für den astronomischen Dämmerungsbeginn und -ende, an denen die Sonne 18° unterhalb des Horizonts unter- bzw. überschreitet. Die Zeiten sind generell in Mitteleuropäischer Zeit ohne Berücksichtigung von Zeitumstellungen.
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1.: 06:10
11.: 06:08
21.: 06:02
31.: 05:51 (MEZ) | |
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1.: 08:20
11.: 08:15
21.: 08:06
31.: 07:52 (MEZ) | |
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1.: 16:01
11.: 16:14
21.: 16:30
31.: 16:48 (MEZ) | |
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1.: 18:10
11.: 18:21
21.: 18:34
31.: 18:49 (MEZ) |
Die Zeiten zu den Mondphasen sind ab diesem Jahr dem Kosmos Himmelsjahr entnommen.
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| 7.: 11:39 |
| 15.: 8:11 |
| 23.: 11:53 |
| 30.: 7:18 (MEZ) |
Die folgende Liste gibt eine grobe Schätzung der Sichtbarkeit der Planeten von Merkur bis Pluto für den laufenden Monat. Die Icons verweisen auf die Sichtbarkeitsdiagramme, die in diesem Monat vorgestellt werden.
Illustrationen: StarryNight 2.0 & -- jd --
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Quadrantiden und Delta-Cancriden am Berliner Mitternachtshimmel vom 15. Januar |
Gleich zu Beginn des Jahres nach Verlöschen der Feuerwerke erscheint am Himmel ein natürliches Feuerwerk. Leider ist es nicht so leuchtstark wie die menschengemachten Raketen und Böller, so dass es am städtischen Himmel, der vielleicht auch noch nebelverhangen ist, kaum zur Geltung kommt. Um es gut zu sehen ist ein dunkler Himmel in der Umgebung von Vorteil. Mit dem natürlichen Feuerwerk sind Sternschnuppen gemeint, das sind staub- bis kieselsteingroße Partikel, die aus dem interplanetaren Raum in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen.
Vom ersten bis zum fünften Januar erscheinen die Quadrantiden, die scheinbar aus dem ostnordöstlichen Himmelsbereich kommen. Dort befindet sich derzeit das Sternbild des Bootes, weshalb die Sternschnuppen auch den Namen Bootiden tragen. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht vom dritten auf den vierten Januar. Es können dann bis zu 120 Leuchterscheinungen in der Stunde auftreten, was mehr ist als was bei den wesentlich berühmteren Perseiden im August oder den Leoniden im November zu erwarten ist. Die Quadrantiden haben beim Eintritt in die Erdatmosphäre eine Geschwindigkeit von rund 40 Kilometer pro Sekunde. Sie werden in diesem Jahr leider auf den noch fast vollen Mond treffen, so dass von den lichtschwachen Meteoren noch weniger zu sehen sein werden
Ein zweiter, schwacher Sternschnuppenstrom im Januar sind die Delta-Cancriden, die vom zweiten bis fünfundzwanzigsten Januar auftauchen und ihr Maximum am achtzehnten Januar haben. Zum Maximum werden nur vier bis sechs Meteore pro Stunde erwartet. Diese sind mit 30 Kilometer pro Sekunde langsamer als die Quadrantiden. Sie kommen aus der südlichen Himmelsregion aus der Mitte des Sternbild Krebs. Die Delta-Cancriden haben ihr Maximum nur wenige Tage nach Neumond und sollten daher gut zu sehen sein.
Es gibt ihn tatsächlich noch immer...
Willkommen zum Himmel über Berlin im Jahr 2010!
In diesem Jahr im Juli wird diese Seite 16 Jahre alt. Sie soll dem Hobby- und ggf. dem Amateuerastronomen einige Hinweise zu den Himmelsereignissen liefern, wie sie am Berliner Stadthimmel zu sehen sein werden.
Dieser Abschnitt soll die erwartbaren Ereignisse des Jahres bezogen auf die Planeten des Sonnensystems behandeln. Die folgenden Grafiken stellen die Auf- und Untergangslinien der von der Erde sichtbaren Planeten in Berlin dar, aus denen abgeschätzt werden kann, wann, wielange und ansatzweise wie gut und wo die Planeten zu sehen sind. Sie wurden erstellt auf Basis des Programms planrise (aus: Montenbruck/Pfleger "Astronomie am Personal Computer", Springer-Verlag 1994).
In jedem Diagramm sind die Planetenauf- und Untergangslinien auf den Bereich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang (hellblau), 1 Stunde vor Sonnenaufgang und nach Untergang (blau), 2 Stunden vor Sonnenaufgang und nach Untergang (dunkelblau) und mehr als 2 Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang (schwarz) aufgezeichnet. Sofern der schraffierte Bereich zur Planetensichtbarkeit im dunkelblauen oder im schwarzen Bereich liegt ist der jeweilige Planet am Himmel sichtbar, gutes Wetter vorausgesetzt.
Auf- und Untergänge von Sonne und Planeten sind berechnet für die Position 13 Grad 18 Min. östl. Länge und 52 Grad 30 Min. nördl. Breite mit mitteleuropäischer Zeit ohne Berücksichtigung der Sommerzeit. Die Werte können mit einem Fehler von +/- 2 Minuten für ganz Brandenburg verwendet werden.
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Für Experten mit freien Blick auf den Südosthimmel (und ggf. auch einem erhöhten Standort) hat Merkur in diesem Monat eine vage Morgensichtbarkeit in der zweiten Monatshälfte. Die Sichtbarkeit beginnt nach dem 16. Januar, wenn Merkur um ca. 6 Uhr 40 MEZ und damit knapp 1 1/2 Stunden vor der Sonne aufgeht. Er hat dann eine Helligkeit von 0m,4 (nach Kosmos-Himmelsjahr), eine scheinbare Größe von acht Bogensekunden und eine beleuchtete Phase von 33%.
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Zur größten westlichen Elongation am 27. Januar ist seine Helligkeit auf -0m,1 angestiegen, seine Größe auf sechs Bogensekunden geschrumpft und die beleuchtete Phase beträgt dann 62%. Bald darauf kann man den schnellsten Planeten des Sonnensystems aus der Liste der sichtbaren Planeten wieder streichen.
Ansonsten ist Merkur in diesem Jahr noch einmal am Abendhimmel und einmal am Morgenhimmel zu sehen. Seine Abendsichtbarkeit erreicht er im April und seine Morgensichtbarkeit im September.
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Venus ist in diesem Monat unsichtbar am Tageshimmel. Sie erreicht ihre obere Konjunktion mit der Sonne am 11. Januar und wandert dann allmählich in den Abendhimmel hinein. Ihre größte östliche Elongation erreicht sie am 20. August. Am 23. September steht sie am Abendhimmel im größten Glanz. Dabei ist sie allerdings in unseren Breiten nicht mehr zu sehen.
Am 29. Oktober erreicht Venus ihre untere Konjunktion mit der Sonne und wandert dann steil in den Morgenhimmel hinein. Am 4. Dezember erreicht sie wiederum ihren größten Glanz, dann jedoch strahlend sichtbar am Südosthimmel. Bis zum Ende des Jahres bleibt Venus sichtbar am Morgenhimmel.
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In diesem Monat erreicht Mars seine Oppositionsstellung zur Sonne und damit seine beste Sichtbarkeit. Am 29. Januar steht der Rote Planet gesehen von der Erde der Sonne genau gegenüber. Zwei Tage vorher haben Erde und Mars ihre größte Annäherung. Diese ist mit 99,3 Millionen Kilometer vergleichsweise weit auseinander, und so wird Mars zur Opposition auch nur scheinbar 14 Bogensekunden groß. In der Oppositionsnacht erhält Mars zudem Besuch vom Mond:
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Mars ist bei dieser Begegnung -1m,3 Größenordnungen hell. Der Mond steht am 30. Januar um 5 Uhr MEZ rund 7,1 Grad südlich von Mars. - Im Februar wandert Mars weiter rückläufig durch den Krebs und passiert dabei den Sternhaufen M44 zum zweiten Mal nach November 2009, diesmal allerdings im Abstand von zwei Bogengrad. Die nächste Begegnung mit dem Mond findet am 26. Februar statt:
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Mars und Mond stehen bei diesem Rendezvous rund sechs Grad auseinander. Bei dieser Begegnung ist Mars immernoch 14 Bogensekunden groß und hat immernoch seine Oppositionshelligkeit von -1m,3 inne. - Im März beendet Mars seine Oppositionsschleife und wird wieder rechtläufig. Er wird dann immer kleiner und schwächer. Er hält sich noch bis Juni am Nachthimmel. Danach wird er am Abendhimmel allmählich unsichtbar. Seine Konjunktion mit der Sonne erreicht er allerdings erst am 4. Februar 2011.
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Jupiter ist diesen Monat noch am Abendhimmel zu sehen. Er hat dabei am 18. Januar eine Begegnung mit dem Mond:
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Um 17 Uhr beträgt der Abstand zwischen den zwei Himmelskörpern 5,7 Grad, um 18 Uhr ist der Abstand auf 6,05 Grad angewachsen. Jupiter hat bei der Begegnung eine Helligkeit von -1m,93 und einen scheinbaren Durchmesser von 33 Bogensekunden. - Im Februar verschwindet der Riesenplanet dann vom Abendhimmel. Er hat seine Konjunktion mit der Sonne am 28. Februar.
Ab Mai wird Jupiter langsam am Morgenhimmel sichtbar. Er wechselt Ende Juni in den Nachthimmel und erreicht am 21. September seine Oppositionsstellung in den Fischen. Im Dezember wechselt Jupiter in den Abendhimmel und ist am Stadthimmel bis zum Ende des Jahres bestens zu sehen.
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Saturn ist seit letztem Monat in der Jungfrau am Nachthimmel zu sehen. Seine Begegnung mit dem Mond am 6. Januar ist eher unspektakulär. Er beginnt seine Oppositionsschleife am 14. Januar und zieht danach rückläufig über den Himmel. Auch im Februar ist das Mondrendezvous kaum erwähnenswert. Seine Opposition mit der Sonne erreicht Saturn am 22. März mit einer Oppositionhelligkeit von 0m,5 (nach Kosmos-Himmelsjahr) und einem scheinbaren Durchmesser von 19 Bogensekunden.
Im Mai beendet Saturn seine Oppositionsschleife. Im Juni wechselt er in den Abendhimmel und bleibt noch bis Ende Juli, Anfang August sichtbar. Am 1. Oktober erreicht er seine Konjunktionsstellung hinter der Sonne. Ab Mitte Oktober kann er wieder am Morgenhimmel aufgesucht werden, wo er bis zum Ende des Jahres verbleibt.
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Uranus ist der letzte, theoretisch mit bloßem Auge sichtbare Planet des Sonnensystems. Die Sichtbarkeit mit bloßem Auge bezieht sich dabei nur auf optimalste Bedingungen, wie sie in Mitteleuropa fast nicht zu finden sind. Am Stadthimmel ist schon eine sehr klare Nacht notwendig, damit Uranus selbst mit einem Feldstecher aufzufinden ist.
In diesem Monat und auch noch größtenteils im nächsten Monat ist Uranus am Abendhimmel zu sehen. Er wechselt dabei in diesem Monat vom Wassermann in die Fische. Am 17. März erreicht er seine Konjunktion mit der Sonne. Ab Juni kann man ihn dann am Morgen-/Nachthimmel sehen. Am 21. September steht Uranus zusammen mit Jupiter in Opposition und kann dann leichter gefunden werden, weil Jupiter auch ganz in seiner Nähe steht. Uranus hat eine Oppositionshelligkeit von 5m,7 und einen scheinbaren Durchmesser von 3,7 Bogensekunden.
Bis zum Jahresende bleibt Uranus am Nacht-/Abendhimmel zu sehen.
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Neptun ist der erste nicht mehr mit bloßem Auge sichtbare Planet des Sonnensystems. Er erreicht seine diesjährige Konjunktionsstellung am 15. Februar 2010 und ist damit unsichtbar nahe der Sonne. Der ferne blaue Planet des Sonnensystems hat seine Oppositionsstellung am 20. August. Er hat dann eine Größenordnung von 7m,83 und einen Durchmesser von 2 Bogensekunden (nach StarryNight). Er ist durch seine langsame Bahnbewegung weiterhin ganzjährig im Steinbock zu finden.
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Seit August 2006 zählt Pluto nicht mehr zu den Planeten des Sonnensystems. Nach einem Beschluß der IAU, der Internationalen Astronomischen Union wurde Pluto zu einem Zwergplaneten zurückgestuft. Trotz der Degradierung soll Pluto weiterhin bei den Sichtbarkeiten der Planeten aufgeführt werden. Pluto befindet sich in 2010 weiterhin im Schützen (Sagittarius). Der Planet kommt am 25. Juni 2010 in Opposition und erreicht am 27. Dezember 2010 die Konjunktionsstellung. Mit einer Oppositionshelligkeit von 13m,92 ist Pluto in der Stadt allerdings nur mit den größten Teleskopen sichtbar zu machen.
Die folgende Historie zeigt die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Seite, an der zu sehen ist, ob sich mal wieder ein Blick auf die Seite lohnt:
erstellt: 2008-10-02 Template, Ereignisse, Sternschnuppen
letzte Änderungen: 2008-10-04 Planeten
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