im April 2010 | This page in English |
| Index: | Links zu Astronomie... |
|
|
| ||
|
|
| ||
| -- jd -- | Folgemonat |
...mit Beginn und Ende der astronomischen Dämmerung für 52°31'30" Nord und 13°18'45" Ost bei 3m über NN (StarryNight 2.0)
|
|
1.: 03:38
11.: 03:08
21.: 02:35
1.5.: 01:57 (MEZ) | |
|
|
1.: 05:43
11.: 05:20
21.: 04:58
1.5.: 04:37 (MEZ) | |
|
|
1.: 18:39
11.: 18:56
21.: 19:13
1.5.: 19:31 (MEZ) | |
|
|
1.: 20:44
11.: 21:09
21.: 21:38
1.5.: 22:13 (MEZ) |
|
| 6.: 10:37 |
| 14.: 13:29 |
| 21.: 19:20 |
| 28.: 13:18 (MEZ) |
Illustrationen: StarryNight 2.0 & -- jd --
|
|
Seit dem 11. März ist Mars wieder rechtläufig über dem Himmel unterwegs und hat damit seine Oppositionsschleife beendet. Dementsprechend wird der Rote Planet auch allmählich kleiner und schwächer. Am Anfang diesem Monats beträgt seine Helligkeit noch 0m,2, am Ende des Monats wird sie nur noch 0m,7 betragen (nach dem Kosmos-Himmelsjahr). Er bewegt sich dabei immernoch am Nachthimmel im Sternbild Krebs und passiert dort am 17. April den offenen Sternhaufen M44 (Praesepe bzw. Krippe, engl. Beehive Cluster):
![]() |
Der minimale Abstand von Mars zu M44 beträgt 1,1 Grad. Sollte am 17. April oder in den Tagen davor oder danach klares Wetter herrschen, so kann man die beiden Himmelsobjekte im Fernglas oder Teleskop zusammen am Himmel betrachten. Am 21./22. April steht der Mond bei Mars. Der minimale sichtbare Abstand wird am 22. April um 2 Uhr MEZ erreicht, wenn Mars und Mond rund 6,4 Grad voneinander entfernt sind. Allgemein sind diese und die folgenden Mars-Mond-Redezvous' nicht besonders spektakulär. Im Juni wandert Mars dann vom Nacht- in den Abendhimmel hinein.
In diesem Monat tritt Merkur gemeinsam mit Venus am Abendhimmel auf. Nach Sonnenuntergang kann man die beiden Planeten am Westnordwesthimmel suchen:
![]() |
Der innerste Planet des Sonnensystem geht am 1. April um 20 Uhr 23 MEZ unter und hat dabei eine Helligkeit von -0m,8 und einen scheinbaren Durchmesser von 6 Bogensekunden bei 67% beleuchteter Fläche. Unser innerer Nachbarplanet geht nur wenig später unter, hat eine Helligkeit von -3m,9 bei einem scheinbaren Durchmesser von 10 Bogensekunden und 94% beleuchteter Fläche. Am 4. April erreichen die beiden Himmelkörper ihre größte Annäherung von 3 Grad.
Am 9. April steht Merkur dann in größter östlicher Elongation. Sein scheinbarer Abstand zur Sonne beträgt dann 19,3 Grad. Seine Helligkeit beträgt dann nur noch 0m,2, seine Durchmesser ist auf 7 Bogensekunden angewachsen und seine Phase beträgt 37%. Im Teleskop wächst Merkur weiter und seine beleuchtete Fläche nimmt weiter ab. Am 15. April steht dann die dünne Sichel des Mondes 2,5 Grad südlich von Merkur. Einen Tag später ist der Mond bei Venus, und zwar 4,7 Grad nördlich.
Danach wird die Sichtbarkeit von Merkur immer geringer, da er immer weiter an die Sonne heranrückt. Venus dagegen baut ihre Sichtbarkeit weiter aus. Am 30. April steht sie im Sternbild Stier, hat eine Helligkeit von weiterhin -3m,9, einen Durchmesser von 11 Bogensekunden und eine beleuchtete Fläche von 89%.
![]() |
Der Berliner Sternenhimmel am 16.4. um 24 Uhr MEZ mit Virginiden, Sigma-Leoniden und Lyriden 2010
|
Anfang April sind ggf. noch die Hydraïden zu beobachten, die ihr Maximum um den 31. März hatten und deren Ausstrahlungs- punkt in der Hydra liegt.
Im April haben dann drei Sternschnuppen- ströme ihr Maximum. Die Virginiden sind schon im März sichtbar und treten auch Anfang Mai noch vereinzelt auf, ihr Maximum erreichen sie jedoch am 10. April. Dieser Termin liegt in diesem Jahr zwischen dem 3. Mondviertel und Neumond, so dass fast kein störendes Mondlicht die Meteore verschlucken sollte. Selbst zum Maximum sind aber kaum mehr als fünf Meteore pro Stunde zu erwarten. Der scheinbare Ausstrahlungs- punkt liegt in der Jungfrau.
Ein möglicherweise versiegter Sternenschnuppen- strom sind die Sigma-Leoniden, die ihr Maximum in diesem Jahr am 17. April haben sollen. Damit werden die Sigma-Leoniden kaum vom Licht des zunehmenden Mondes beeinflusst und sollten ebenfalls gut zu sehen sein. Ihr Ausstrahlungs- punkt liegt im Löwen nahe sigma Leonis.
Die Lyriden sind vom 16. April bis 25. April aktiv. Ihr Maximum erreichen sie in diesem Jahr am 22. April und damit einen Tag nach dem ersten Mondviertel. Zum Maximum sollen zehn bis zwanzig Meteore pro Stunde zu sehen sein. Ihr Austrahlungs- punkt liegt dem Namen entsprechend in der Lyra (Leier).
Ab dem 20. April können auch schon vereinzelt Eta-Aquariden zu sehen sein, die ihr Maximum allerdings erst am 6. Mai haben, womit der Termin nahe dem dritten Mondviertel liegt und die bis zu zwanzig Meteore pro Stunde zum Teil vom Mondlicht verschluckt werden könnten.
erstellt: 2009-10-31 Template, Ereignisse, Sternschnuppen
letzte Änderungen: 2009-11-01 Mars, Merkur
| -- jd -- | Folgemonat |