im März 2011 | This page in English |
| Index: | Links zu Astronomie... |
|
|
| ||
|
|
| ||
| -- jd -- | Folgemonat |
|
Norden oben Osten links Westen rechts Süden unten gültig für: 1.3. 23 Uhr MEZ 15.3. 22 Uhr MEZ 30.3. 21 Uhr MEZ rote Linie: Himmelsäquator grüne Linie: Ekliptik |
...mit Beginn und Ende der astronomischen Dämmerung für 52°31'30" Nord und 13°18'45" Ost bei 3m über NN (StarryNight 2.0)
|
|
1.: 05:00
11.: 04:37
21.: 04:11
31.: 03:43 (MEZ) | |
|
|
1.: 06:56
11.: 06:33
21.: 06:10
31.: 05:46 (MEZ) | |
|
|
1.: 17:43
11.: 18:01
21.: 18:19
31.: 18:36 (MEZ) | |
|
|
1.: 19:38
11.: 19:57
21.: 20:18
31.: 20:40 (MEZ) |
|
| 4.: 21:46 |
| 13.: 0:45 |
| 19.: 19:10 |
| 26.: 13:07 (MEZ) |
Apogäum (Mond in Erdferne, Abstand Erde-Mond 407000km) 6.: 9:00 (MEZ)
Perigäum (Mond in Erdnähe, Abstand Erde-Mond 357000km) 19.: 20:00 (MEZ)
Illustrationen: StarryNight 2.0 & -- jd --
|
|
Merkur, der innerste Planet unseres Sonnensystems, wird in diesem Monat auf der Erde am Abendhimmel sichtbar. Frühestens ab dem 10. März kann man ihn am Westhimmel suchen. Die folgende Animation beginnt mit dem 12. März und zeigt da Jupiter und Merkur zusammen dicht über dem Horizont um 19 Uhr 15 MEZ:
![]() |
Merkur passiert Jupiter am 15. März in einem Abstand von etwa 2 Grad. Dabei hat Merkur eine Helligkeit von etwa -1m,0 und Jupiter von etwa -2m,1 (nach Kosmos-Himmelsjahr). Nach dieser Begegnung wandert Jupiter weiter der Sonne entgegen, während Merkur noch für ein paar Tage in den Westhimmel aufsteigt. Merkur wird dabei allerdings stetig schwächer.
Am 21. März erreicht Merkur seine Dichotomie, er ist dann von der Erde aus gesehen zur Hälfte beleuchtet. Am 23. März erreicht er dann seine größte östliche Elongation mit 18,6 Grad. Er hat dann schon eine ausgeprägte Sichelform und ist etwa zu 40% beleuchtet. Seine Helligkeit beträgt dann (nach Kosmos-Himmelsjahr) etwa -0m,1. Nur wenige Tage später wird es dann schon wieder schwierig, den innersten Planeten des Sonnensystems am Horizont mit bloßem Auge zu sehen.
Die obige Animation endet mit dem 4. April, wenn Mond und Merkur dicht am Horizont zusammenstehen. Diese Begegnung wird jedoch bestenfalls mit einem Fernglas zu beobachten sein, denn beide Himmelskörper werden kaum durch den Horizontdunst durchscheinen. Seine obere Konjunktion mit der Sonne erreicht Merkur am 9. April.
![]() |
Am 3. August 2004 startete die Raumsonde MESSENGER (MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging) mit einer Delta-II-Rakete von der Erde mit dem Ziel Merkur. Dazu flog sie im August 2005 an der Erde vorbei, hatte zwei Begegnungen mit der Venus im Oktober 2006 und Juni 2007, erreichte Merkur erstmals im Januar 2008, ein zweites Mal im Oktober 2008 und flog auch beim dritten Mal im September 2009 am Merkur vorbei. In diesem Monat nun soll die Sonde Merkur wieder erreichen, diesmal jedoch mit einem entsprechenden Abbremsmanöver in einen Orbit um den Planeten eintreten.
MESSENGERs Ziel ist die Erkundung und vollständige Kartographierung des innersten Planeten des Sonnensystems. Dazu stehen der Sonde mehrere Instrumente zur Verfügung, unter anderem eine Weitwinkelkamera (Mercury Dual Imaging System MDIS), ein Gammastrahlenspektrometer (Gamma-Ray and Neutron Spectrometer GRNS), ein Magnetometer (MAG) und ein Laser-Höhenmessgerät (Mercury Laser Altimeter MLA). Bis auf das Magnetometer werden alle Geräte durch ein Schutzschild vor der direkten Strahlung der Sonne geschützt, wobei allerdings beim Kurs und bei der Ausrichtung der Sonde auch die vom Merkur zurückgeworfene Strahlung berücksichtigt werden muss.
Bis zum März 2012 soll MESSENGER um Merkur kreisen. Die Sonde wurde entwickelt und gebaut am John Hopkins University Laboratory of Applied Physics (JHUAPL). Mehr Informationen zur Sonde und Mission finden sich auf deren MESSENGER Site, von wo auch das obige Bild ist.
Seit dem 27. Januar bewegt sich Saturn rückläufig über den Sternenhintergrund, das heißt, er befindet sich auf seiner Oppositionsschleife. Er ist damit bestens am Nachthimmel im Sternbild der Jungfrau sichtbar. Er hat mit seinen Ringen eine Helligkeit von rund 0m,4 und das Planetenscheibchen selbst hat einen scheinbaren Durchmesser von 19 Bogensekunden. Der Durchmesser von Ringkante zu Ringkante beträgt dabei etwa 43 Bogensekunden. Man blickt momentan von der Erde auf die Nordseite der Ringe, die zu rund 9 Grad geöffnet sind.
Die Begegnungen von Saturn mit dem Mond sind während der Oppositionsschleife allesamt unspektakulär, denn der minimale Abstand beträgt jeweils 8 Grad oder mehr. So auch in diesem Monat am 21. März:
![]() |
Am 4. April erreicht Saturn seine Oppositionsstellung. An diesem Tag geht er um 18 Uhr 27 MEZ auf und um 6 Uhr 1 MEZ unter, ist also die ganze Nacht über sichtbar. An diesem Tag ist Saturn 8,61 Astronomische Einheiten bzw. 1289 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das Licht braucht für diese Entfernung etwa eine Stunde und zwölf Minuten.
Bei der Begegnung Saturn-Mond am 17. April beträgt der Abstand zwischen den zwei Himmelskörpern 8,1 Grad, bei der Begegnung am 14. Mai beträgt der Abstand 8,2 Grad und bei der Begegnung am 10. Juni beträgt der Abstand abermals 8,2 Grad. Am 14. Juni steht Saturn in Relation zum Sternenhintergrund still und bewegt sich danach wieder rechtläufig, das heißt er hat seine Oppositionsschleife beendet.
![]() |
Seit dem 1. Juli 2004 besitzt Saturn einen künstlichen Mond, der ihn umkreist: Die NASA/JPL-Sonde CASSINI, die ursprünglich die ESA-Sonde HUYGHENS in das Saturn-System getragen hat. Im Dezember 2004 wurde HUYGHENS von CASSINI getrennt und flog zum größten Mond Saturns, Titan, den sie am 14. Januar 2005 erreichte und von dessen Atmosphäre und Oberfläche sie zahlreiche Daten sendete.
CASSINI umkreiste Saturn weiter auf seiner vierjährigen Mission zur näheren Erkundung der Monde, der Ringe und des Planeten. Dabei wurde u.a. auch Titan weiter von der Sonde bei zahlreichen Vorbeiflügen mit dem Radar und dem Ultraviolett-Spektrographen untersucht.
Die Mission von CASSINI wurde zweimal verlängert. Seit September 2010 läuft die sogenannte CASSINI Solstice Mission, bei der die Sonde bis zur Sonnenwende auf Saturn in 2017 weiter forschen soll. Mehr Informationen zur Mission und deren Ergebnissen findet man auf der CASSINI Homepage am NASA/JPL, wovon auch das obige Bild ist.
Seit 1980 (in Großbritannien seit 1925) wird in Deutschland im Frühling auf die sogenannte Sommerzeit umgestellt und im Herbst wieder auf Standardzeit zurückgestellt. Dazu wird die Uhr in dieser Zeit um eine Stunde vorgestellt. Dies geschieht in diesem Jahr voraussichtlich (Änderungen vorbehalten) am 27. März. Die Rückstellung erfolgt dann ggf. am 30. Oktober. Damit ist es am Abend in dieser Zeit eine Stunde "länger" hell. Die Sommerzeit hat keine astronomische Notwendigkeit und ist eine rein politische, willkürliche Manipulation der Uhrzeit. Auch die ursprünglich gedachte Einsparung an Energie hat sich nicht eingestellt. So wird die Sommerzeit heute nur noch durchgeführt, weil es eben alle so machen.
Eine Einrichtung, an der man die Sommerzeit deutlich erkennen kann, sind Sonnenuhren. Sofern sie nicht irgendwie umzustellen gehen und richtig aufgestellt sind, zeigen sie auch in der warmen Jahreszeit weiterhin die wahre Ortszeit, das ist die mittlere Ortszeit abzüglich der Zeitgleichung. Aus Anlass der Sommerzeit sollen hier einige Sonnenuhren in Berlin und Umgebung vorgestellt werden:
Görlitz befindet sich etwa 2 1/2 Autostunden südöstlich von Berlin in Sachsen und ist die östlichste Stadt Deutschlands. Durch Görlitz geht als einzige Stadt Deutschlands der 15. Meridian, der der Nullmeridian für die Mitteleuropäische Zeit ist. Das bedeutet, dass in Görlitz die Mittlere Ortszeit gleich der Mitteleuropäischen Zeit ist, Sonnenuhren also abzüglich der Zeitgleichung genau die Mitteleuropäische Zeit zeigen.
Die wohl bekannteste Sonnenuhr in Görlitz ist die Doppelsonnenuhr an der ehemaligen Ratsapotheke am Unteren Markt:
![]() |
Beide Sonnenuhren sind von 1550 und von Zacharias Scultetus erstellt. Bei ihnen handelt es sich um Wandsonnenuhren mit einem Polstab. Die linke trägt den Namen "Solarium" und die rechte den Namen "Arachne". Mit einem Klick auf einen entsprechenden Ausschnitt im obigen Bild erreicht man eine vergrößerte Darstellung der jeweiligen Sonnenuhr.
Eine weitere historische Sonnenuhr in Görlitz befindet sich an der Peter-und-Paul-Kirche:
![]() |
Nach dem Katalog von Sonnenuhren in Deutschland und der Schweiz der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994 ist die Sonnenuhr Ende des 15. Jahrhunderts entstanden. (Die Erbauung der Kirche begann 1450.) Auch sie ist eine Wandsonnenuhr mit Polstab. Ein Klick auf das obige Bild zeigt eine gezoomte Ansicht der Uhr.
In der Nähe der Blumenuhr am Weißen See befindet sich der Friedhof der Auferstehungsgemeinde an der Indira-Ghandi-Straße. Am Hauptweg ziemlich am Anfang findet man (bzw. fand man im Sommer 2003) eine Horizontalsonnenuhr eingebettet in der Wegbegrenzung:
![]() |
Die Sonnenuhr ist aus einer Natursteinplatte mit einem Metalldreieck als Schattenweiser hergestellt. Sie besitzt als Inschrift das Jahr und den Ort ihrer Einrichtung: "1981 Berlin". Ein Klick auf das obige Bild zeigt die Uhr aus einem besseren Blickwinkel.
Für weitere Sonnenuhren in Berlin und Umgebung siehe auch die Seite zu Sonnenuhren in Berlin und Umgebung...
erstellt: 2010-09-29 Template, Ereignisse, 3 Sonnenuhren
letzte Änderungen: 2010-10-01 Merkur fertig
letzte Änderungen: 2010-10-21 Saturn fertig
letzte Änderungen: 2011-03-24 neue Sternenkarte
| -- jd -- | Folgemonat |