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Das Buch der Sprichwörter - Altes Testament
| Wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn, den er gern hat. (3,12) | Einer Dirne zahlt man bis zu einem Laib Brot, die Frau eines andern jagt dir das kostbare Leben ab. (6,26) |
| Nehmt lieber Bildung an als Silber, lieber Verständnis als erlesenes Gold! (8,10) | Wer den Zuchtlosen tadelt, erntet Schimpf, wer den Frevler rügt, erntet Schande. (9,7) |
| Wie Essig für die Zähne und Rauch für die Augen ist der Faule für den, der ihn schickt. (10,26) | Ein goldener Ring im Rüssel eines Schweins ist ein Weib, schön, aber sittenlos. (11,22) |
| Tritt einem törichten Mann gegenüber, und du erfährst keine verständigen Worte. (14,7) | Jede Arbeit bringt Erfolg, leeres Geschwätz führt nur zu Mangel. (14,23) |
| Viel Volk ist der Glanz des Königs, wenig Leute sind des Fürsten Untergang. (14,28) | Eine sanfte Antwort dämpft die Erregung, eine kränkende Rede reizt zum Zorn. (15,1) |
| Der Bedrückte hat lauter böse Tage, der Frohgemute hat ständig Feiertage. (15,15) | Ein kluger Sohn macht dem Vater Freude, nur ein törichter Mensch verachtet seine Mutter. (15,20) |
| Graues Haar ist eine prächtige Krone, auf dem Weg der Gerechtigkeit findet man sie. (16,31) | Besser ein Langmütiger als ein Kriegsheld, besser wer sich selbst beherrscht, als wer Städte erobert. (16,32) |
| Besser ein trockenes Stück Brot und Ruhe dabei als ein Haus voll Braten und dabei Streit. (17,1) | Eine Krone der Alten sind Kindeskinder; der Kinder Ruhm sind ihre Väter. (17,6) |
| Auch ein Tor kann als weise gelten, wenn er schweigt, als einsichtig, wenn er seine Lippen verschließt. (17,28) | Für den Reichen ist sein Vermögen wie eine feste Stadt, wie eine hohe Mauer - in seiner Einbildung. (18,11) |
| Wer eine Frau gefunden, hat Glück gefunden und das Gefallen des Herrn erlangt. (18,22) | Schon unvernünftige Begierde ist nicht gut, und wer hastig rennt, tritt fehl. (19,2) |
| Haus und Habe sind das Erbe der Väter, doch eine verständige Frau kommt vom Herrn. (19,14) | Greift der Faule mit der Hand in die Schüssel, bringt er sie nicht einmal zum Mund zurück. (19,24) |
| Wer den Vater mißhandelt, die Mutter wegjagt, ist ein verkommener, schändlicher Sohn. (19,26) | Ein tiefes Wasser sind die Pläne im Herzen des Menschen, doch der Verständige schöpft es herauf. (20,5) |
| Viele Menschen rühmen sich ihrer Güte, aber wer findet einen, auf den Verlaß ist? (20,6) | Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht arm wirst; halte deine Augen offen, und du hast Brot genug. (20,13) |
| Süß schmeckt dem Menschen das Brot der Lüge, hernach aber füllt sich sein Mund mit Kiesel. (20,17) | Wer seinem Vater flucht und seiner Mutter, dessen Lampe erlischt zur Zeit der Finsternis. (20,20) |
| Besser in einer Ecke des Daches wohnen, als eine zänkische Frau im gemeinsamen Haus. (21,9) | Wer sein Ohr verschließt vor dem Schreien des Armen, wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft. (21,13) |
| Der Gerechte freut sich, wenn Recht geschieht, doch den Übeltäter versetzt das in Schrecken. (21,15) | Erzieh den Knaben für seinen Lebensweg, dann weicht er auch im Alter nicht davon ab. (22,6) |
| Wer zum Schuldigen sagt: Unschuldig bist du!, den verfluchen die Menschen, verwünschen die Leute. (24,24) | Mit Geduld wird ein Vorgesetzter umgestimmt, sanfte Zunge bricht Knochen. (25,15) |
| Mach dich rar im Haus deines Nächsten, sonst wird er dich satt und verabscheut dich. (25,17) | Hat dein Feind Hunger, gib ihm zu essen, hat er Durst, gib ihm zu trinken; so sammelst du glühende Kohlen auf sein Haupt, und der Herr wird es dir vergelten. (25,21/22) |
| Zuviel Honig essen ist nicht gut; Ebenso spare mit ehrenden Worten. (25,27) | Wie ein Hund, der zurückkehrt zu dem, was er erbrochen hat, so ist ein Tor, der seine Dummheit wiederholt. (26,11) |
| Wie ein Verrückter, der Brandpfeile schleudert, Pfeile und tödliche Waffen, so ist einer, der seinen Nächsten täuscht und dazu sagt: Ich mach doch nur Spaß. (26,18/19) | Ist kein Holz mehr da, erlischt das Feuer; wo kein Verleumder ist, legt sich der Streit. (26,20) |
| Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, wer einen Stein hochwälzt, auf den rollt er zurück. (26,27) | Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn Du weißt nicht, was der Tag gebiert. (27,1) |
| Wer seinen Nächsten zu laut begrüßt, dem wir es frühmorgens als Verwünschung ausgelegt. (27,14) | Der Frevler flieht, auch wenn ihn keiner verfolgt, der Gerechte fühlt sich sicher wie ein Löwe. (28,1) |
| Haben Gerechte die Oberhand, gibt es glanzvolle Zeiten, erheben sich die Frevler, verstecken sich die Menschen. (28,12) | Mancher Fürst ist klein an Verstand und groß als Unterdrücker; wer Ausbeutung haßt, hat ein langes Leben. (28,16) |
| Wer sein Feld bestellt, wird satt von Brot, wer nichtigen Dingen nachjagt, wird satt von Armut. (28,19) | Wer seinem Nächsten schmeichelt, breitet ihm ein Netz vor die Füße. (29,5) |
| Mörder hassen den Schuldlosen, Rechtschaffene bemühen sich um sein Leben. (29,10) | Herrschen die Frevler, dann herrscht die Sünde, doch die Gerechten erleben ihren Sturz. (29,16) |
aus "Die Bibel - Einheitsübersetzung"
Altes und Neues Testament
Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart 1980
Lizenzausgabe Herder, Freiburg im Breisgau