Die Kinowelt, gesehen von jd




NEWELL - Mona Lisa Smile

   
titel Mona Lisa Smile
andere(r) titel Mona Lisas Laecheln
regie Mike Newell
land USA
jahr 2003
laenge 115min
  Farbe
genre Drama Romanze Tragikomoedie
musik Rachel Portman, Elton John
darsteller Julia Roberts, Kirsten Dunst, Julia, Stiles, Maggie Gyllenhaal

 
gesehen als  Mona Lisas Laecheln
gesehen auf Leinwand (Kurbel)
gesehen am 2004-04-04*
inhalt 1953 kommt Katherine Wilson an das renommierte College von Wellesley als Kunstdozentin und moechte dort die weibliche Elite des Landes in freiem Denken unterrichten, muss aber erkennen, dass sie eigentlich dazu vorgesehen war, die jungen Frauen fuer bessere Konversation im Ehedasein auszubilden...
 
eindruck ++
 
kommentar  Der Film wurde Ende 2003 mit einem umfangreichen Trailer beworben, und bei dem Trailer wurden schon zwei Dinge klar: Der Trailer enthaelt im Grunde den kompletten Film, und: Julia Roberts sieht in dem Film wunderbar aus.

Als Zeitvertreib an einem Sonntag mit einer Rekord-Anzahl von Hochzeiten und schlechtem Wetter schien "Mona Lisas Laecheln" gut genug, um auch mal einen "uninteressanten" (Tip) Film Off-Programm zu sehen. Eine der Floskeln zur Kunst, die in einem Film mit einer Kunstdozentin natuerlich nicht fehlen darf, und die in dem Film leider auch etwas schulweisheitlich dahergebetet wird, heisst bekanntermassen: Die Kunst liegt im Auge des Betrachters. Und so erscheint mir der tatsaechlich etwas konventionelle Film von Newell, der mit "4 Hochzeiten und 1 Todesfall" schon "hoeheres" geleistet hat, trotzdem sehenswert, denn er bietet nicht nur einen teilweise interessanten Blick in die Vergangenheit von vor fuenfzig Jahren, mixt dazu Beziehungsprobleme aus dieser Zeit mit Aspekten der Emanzipationsbestrebungen, sondern streut auch noch ein wenig Kunstwissen ein, das die Thematik wesentlich besser angeht als zum Beispiel "Pollock". Es kommt in dem Film sogar ein Pollock darin vor, und obwohl ich das immernoch und wahrscheinlich unumstoesslich fuer Kleckselbilder halte, konnte "Mona Lisas Laecheln" besser vermitteln, warum man es fuer Kunst halten koennte. Das und einige andere Betrachtungen zur Kunst, denen man zustimmen oder die man ablehnen kann, machen fuer mich "Mona Lisas Laecheln" interessant und den Filmtitel angemessen.

Ob mit "Mona Lisas Laecheln" auch sinngemaess das Laecheln von Julia Roberts gemeint ist sei dahingestellt (, obwohl der Film auch diese Andeutung nicht auslaesst). Julia Roberts hat diesen Film offensichtlich gerne gedreht, weil ihr die Thematik der Gleichberechtigung und der Freiheit einer Frau, den eigenen Lebensweg waehlen zu duerfen, wichtig war. Und so zieht sie alle Register von dargestellten Gefuehlen bis hin zu (leider etwas unnoetigem) Slapstick (, der genausogut haette hinausgeschnitten werden koennen). Eine Parallele zu "4 Hochzeiten und 1 Todesfall" ist sicherlich, dass Newell in beiden Filmen die Hauptdarstellerinnen gut aussehen laesst.

Da die Geschichte zusaeetzlich zur Geschichte der Katherine Watson auch aus mehreren Einzelschicksalen der College-Studentinnen besteht, wirkt der Film mit der Zeit etwas zaeh und veraestelt. (Und leider sind die Sessel der Kurbel zwar weich, aber trotzdem nicht ganz bequem, was ich schon bei den ersten zwei Teilen vom "Herrn der Ringe" erfahren konnte.) Gefallen hat mir persoenlich bei den Nebenhandlungen die Geschichte der Giselle (Maggie Gyllenhaal), die in eine unglueckliche Liebe mit dem Italienisch-Dozenten verwickelt ist.

Ein Gastauftritt von Tori Amos rundet den Film ab. Ueberhaupt ist die Musik von "Mona Lisa Smile" bis hin zum Endtitel gut gewaehlt... (was auch schon vom Trailer her klar war.)


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 -- jd --