Die Kinowelt, gesehen von jd




TRIER - Melancholia

   
titel Melancholia
regie Lars von Trier
land Dk./Schweden/Frankr./Dtl.
jahr 2011
laenge 136min
  Farbe
genre SciFi Drama
musik Richard Wagner
darsteller Kiefer Sutherland, Charlotte Gainsbourg, Kirsten Dunst, Alexander Skarsgard, Charlotte Rampling, John Hurt, Stellan Skarsgard, Brady Corbet, Udo Kier

 
gesehen als  Melancholia
zitat It will change everything.
gesehen auf Leinwand (CxXBPot)
gesehen am 2011-10-18
inhalt Der Planet Melancholia ist mit der Erde auf Kollisionskurs. Die Schwestern Justine und Claire erleben den Weltuntergang jede auf ihre Weise.
 
eindruck ++
 
kommentar  Der Film erhielt von Kino King Knut Elstermann 5 von 5 Filmrollen. Das geht nur, wenn man Dinge wie Kamerafuehrung und Dramaturgie ausser Acht laesst. Gerade die Kamerafuehrung ist bei diesem Film derart schlimm, dass man ihn beinahe zu den Dogma-Filmen zaehlen moechte. Beim ersten Versuch, den Film (im Delphi) zu sehen, ist mir derart schlecht geworden, dass ich nach rund zwanzig Minuten aufgeben musste. Bei den Kamerabewegungen auf dem Hochzeitsfest wurde mir heiss und kalt, und als es dann mit den Bewegungen eigentlich vorbei war und die Kamera auf dem Golfplatz Justine beim Pinkeln zusah, spuerte ich einen typischen Speichelfluss, der besagte, dass ich mich in Kuerze uebergeben muesste. Ich habe es gerade so aus dem Kino geschafft. Beim zweiten Versuch (im Cinemaxx Potsdamer Platz) habe ich wohlweislich einen Platz weiter hinten genommen. Die Kamera ist wirklich fast zu keiner Zeit richtig ruhig. Was die Dramaturgie betrifft ist es extrem schade, dass man schon am Anfang (im Prolog) erfaehrt, was mit der Erde geschieht. Sie kollidiert mit Melancholia. Man haette sich den Rest mit den zwei Kapiteln eigentlich sparen koennen. Es gibt kein Zweifel. Nach zehn Minuten Film. Was die Musik betrifft, hat der alte Nazi von Trier sicher das richtige Gespuehr gehabt: Richard Wagner, Tristan und Isolde. Immer und immer wieder. Der Film ist trotzdem sehenswert, und zwar Dank Kirsten Dunst. Wie sie innerhalb weniger Zeit ihren Job und ihre kaum begonnene Ehe beendet ist wirklich sehenswert. Wie sie danach abstuerzt und kaum noch lebensfaehig erscheint mag man ihr wirklich abnehmen. Dass sie am Ende dann doch die staerkere der zwei Schwestern ist, wird durch die irreale Situation hervorgerufen. Sie hat sie schon erlebt... in ihren Alptraeumen.


340 eintraege insgesamt (+++ ++ + o - --)kommentar?




 -- jd --