Sonnenuhren in
Berlin und Umgebung

Sonnenuhren in Mitte


In dem zur 750-Jahr-Feier im damaligen Osten Berlins in Plattenbauart historisch nachempfundenen Nikolaiviertel in Berlin-Mitte befindet sich eine ebenso historisch nachempfundene Sonnenuhr:

Das Nikolai-Viertel von außen
St.Nikolai gesehen von St.Georg
Sonnenuhr gesehen von St.Nikolai
Die Sonnenuhr im Nikolai-Viertel

Sonnenuhr im Nikolaiviertel, Berlin-Mitte, Herbst 1997

Das erste Foto zeigt das Nikolaiviertel von außen mit einem Standort nahe der (nicht vom Autor! auf dem Schild korrigierten ;-) Littenstraße mit dem Roten Rathaus rechts und der Nikolaikirche links. Das Haus mit der Sonnenuhr (hier von der anderen Seite) wird von einem Baum halb verdeckt.

Das zweite Foto zeigt Kirche und Viertel vom St.-Georgs-Standbild am Spreeufer. Theoretisch ist auf dem Foto auch die Sonnenuhr zu sehen, wenn der Scan nicht so klein wäre. In dem größeren JPEG ist die Uhr zumindest ansatzweise zu finden.

Das dritte Foto zeigt die Sonnenuhr von der für das Viertel namensgebenden Nikolaikirche aus. Das Besondere an dieser Perspektive sind der Turm des Roten Rathauses und der Fernsehturm in einer Reihe im Hintergrund.

Das vierte Foto zeigt die Sonnenuhr im Detail. Im historischen Stadtkern um St. Nikolai war an den Gebäuden keine Sonnenuhr, soweit dies auf Postkarten aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts zu erkennen war. - Die vier GIFs referenzieren auf größere JPEGs (a 40-68kB) der gleichen Fotos. Die Fotografien wurden mit einer Pentax MZ-5 mit 28-70mm- und 70-200mm-Autofokus-Zoomobjektiv aufgenommen.

Die Nikolaikirche wird erstmals 1264 erwähnt, könnte aber schon 1223 erbaut worden sein. 1878 wurde die Kirche renoviert und erhielt dabei erstmals die zweite Spitze des 83m hohen Doppelturm. Die Türme und das Dach von Sankt Nikolai wurde 1944 bei einem Luftangriff zerstört. Erst nach Ausgrabungen und Aufräumarbeiten 1980 begann der Wiederaufbau 1981 und endete 1982 mit dem Wiederaufsetzen der zwei neuen Turmspitzen.


Fotos mit Pentax MZ-5 (44kB)

Sonnenuhr in der Waisenstr., Berlin-Mitte, Frühling 2000

Ein Jahr vor dem Fall der Mauer wurde die obige Sonnenuhr in Berlin-Mitte installiert, die ähnlich der Uhr in der Sonnenallee eine aufwendige Metallarbeit darstellt. Die Uhr ist an einem schmalen Altbau angebracht, der (mittlerweile) zur theologischen Fachrichtung der Humboldt-Universität gehört. Besonderheit der Uhr ist die Skala, die neben der Ortszeit mit römischen Ziffern (angeblich MEZ) auch die um eine Stunde verschobene Ortszeit mit arabischen Ziffern (angeblich MESZ) anzeigt. Das obige Foto verweist ebenfalls auf eine Nahansicht der Sonnenuhr (104kB), in der die Aufschrift "Meine Zeit steht in deinen Händen" zu lesen ist.


Eine der wenigen, wenn nicht sogar die einzige Sonnenuhr, die von der S-Bahn aus zu sehen ist, ist die Sonnenuhr an der Charite in Mitte. Sie von der S-Bahn aus abzulesen ist dagegen eher schwer. Abgesehen davon, daß sie bei der Vorbeifahrt nur wenige Sekunden zu sehen ist, ist sie auch ein- bis zweihundert Meter vom Bahngleis entfernt und das ca. 2x2 Meter große Ziffernblatt steht in einem allgemein ungünstigen Winkel. Sie befindet sich an einem Verwaltungsgebäude im südlichen Bereich des Charite-Campus:

Fotos mit Minox 35ML 60kB) / Olympus E-100RS

Sonnenuhr an der Charite, gesehen von der S-Bahn, Berlin-Mitte, Sommer 2001

Und die Zeit an ihr abzulesen geht auch nur bei der morgentlichen Vorbeifahrt, denn entsprechend ihrer Ost-Orientierung ist die Sonnenuhr an dem einige Jahre nach dem Mauerfall renovierten Gebäude eine Vormittagssonnenuhr mit einem goldenen Stab als Schattenweiser. Leider scheint die Uhr nicht ganz richtig justiert: Bei einem Foto zwei Monate später von festem Boden aus war die wahre Uhrzeit 12 Uhr 49 MESZ, die angezeigte Uhrzeit aber 11 Uhr 30. Die Differenz zur mittleren Zonenzeit ohne Berücksichtigung der "Sommerzeit" betrug also 19 Minuten, obwohl sie eigentlich nur 8 bis 14 Minuten betragen sollte, und zwar eigentlich auch in die andere Richtung näher zur "Sommerzeit" hin als von der "Sommerzeit" weg.

Das obige Bild war bereits WFS Bild der Woche 44/2001 und referenziert auf das oben schon erwähnte Foto vom Campus aus (216kB).


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