Sonnenuhren in
Berlin und Umgebung

Sonnenuhren im Südosten Berlins


Eine der Sonnenuhren, die möglicherweise gefährdet ist entfernt zu werden, ist die Sonnenuhr auf der Sonnenallee in der Nähe des Sonnenallee-Centers und der Häuserblocks am Michael-Bohnen-Ring, denn die Skulptur ist von extremen Vandalismus betroffen.

Foto mit Minox 35ML (105kB)

Sonnenuhr auf dem längeren Ende der Sonnenallee, Berlin-Neukölln, Herbst 1999

Zum Zeitpunkt des obigen Fotos war das Innere der Uhr mit Steinsplittern übersäht. Sie war offenbar mit Ziegelsteinen beworfen worden, die der Bronze jedoch nichts hatten anhaben können. Zwei Wochen später war die Uhr mit weißer Farbe beschmiert. Nur ein paar Wochen später war die weiße Farbe entfernt und ein bronzefarbener Anstrich angebracht worden. Zudem zeigt sie nicht mehr die Zeit an - das Gnonom ist herausgerissen worden.

Ein Trost bleibt: Auf der Uhr steht der Spruch "Tempus vincit omnia" - "Zeit besiegt alles".


Die folgende neuzeitliche, nichtsdestrotrotz vom Flohmarkt für 50Pf stammende Postkarte zu Berlin-Mariendorf zeigt die ehemalige Sonnenuhr im Volkpark Mariendorf:

Berlin-Mariendorf, Postkarte, 80er Jahre

Die Ansichten auf der Postkarte sind mehr oder minder Ansichten, die maximal rund zehn Fußminuten vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf entfernt zu finden sind. Die Postkarte verweist auf Fotos vom Sommer 1998:

Juni 1999 wurde eine neue Sonnenuhr auf dem Platz im Volkspark Mariendorf aufgestellt. Sie soll dem Bezirk Tempelhof vom Landesdenkmalamt geschenkt worden sein und eine Sonnenuhr nachbilden, die am gleichen Platz in den 30er Jahren aufgebaut worden war. Sie ist installiert auf einer Steinsäule und in vielen Aspekten ähnlich der Sonnenuhr am Volkspark Wilmersdorf. Das obige rechte Einzelbild zeigt ein Foto aus dem August 1999. Es referenziert auf ein größeres 42566 Bytes JPEG.


Ebenfalls in weniger als 10 Minuten ist die Tempelhofer Rudolf-Hildebrand-Grundschule an der Friedenstraße vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf aus zu erreichen. Deren Sonnenuhr ist ebenfalls vom Eis-Café zu sehen, aber das folgende Foto zeigt den Anblick aus einer besseren Position:

Die Sonnenuhr an der Rudolf-Hildebrand-Grundschule Tempelhof, Herbst 1998

Das Bild verweist auf einen Zoom auf die Sonnenuhr, bei dem die Aufschrift zu lesen ist: "Die trüben Stunden zeig ich nicht".


Collage/Imagemap Berlin Südost

Sonnenuhr im Britzer Garten, Berlin-Neukölln, und am U-Bahnhof Alt-Mariendorf, Berlin-Tempelhof, Winter 1995/96
598x398 GIF87, 180149 Bytes, konvertiert mit xv 3.10 aus TIFF: referenziert auf 7 Aufnahmen mit Minox ML35/Kodak Color 200 und zwei Polaroids vom Erholungspark Britzer Garten und Umgebung:

Die Sonnenuhr im Britzer Garten hat einen Ziffernblattdurchmesser von 60 Meter und einen inneren Stundenablesekreis von 14 Meter Durchmesser. Der mit 52 Grad und 26 Minuten geneigte Stab ist ungefähr 13 Meter lang und bis zum Mittelpunkt der goldenen Kugel ungefähr 8,5 Meter. Der Entwurf der Anfang der 80er Jahre gebauten Sonnenuhr stammte von den Architekten Zilling/Zillich/Haffmann. Die Sonnenuhr läßt eine minutengenaue Ablesung der Zeit und eine geschätzte Ablesung des Jahresdatums zu. Dies geschieht durch die zusätzlich im Boden eingelassene Zeitgleichungsschleife und Monatsmarkierungen.

Der Britzer Garten war ursprünglich der Park der Bundesgartenschau 1985 in Berlin und ist einer von zwei Parks in Berlin, für den (auch im Winter) Eintritt bezahlt werden muß.

Der Britzer Garten kann unter anderem vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf, der südlichen Endstation der Linie 6 erreicht werden. An dem dem U-Bahnhof-Eingang angeschlossenen Gebäude ist an der Ostwand eine moderne Halbtagessonnenuhr angebracht. Die Aufnahme ist ungefähr von 16 Uhr. (Man kann es glauben oder nicht: ich hatte die Sonnenuhr nicht gesehen, als ich das Foto geschossen hatte - ich hatte eigentlich nur den U-Bahnhof fotografieren wollen!)


Fotos mit Pentax MZ-5 + Sigma IF28-300

Sonnenuhr am Klausenpaß, Berlin-Mariendorf, Winter 2001

Das obige Bild ist nicht aus Berchtesgaden, Garmisch-Patenkirchen oder dem Schwarzwald, sondern tatsächlich aus dem sonnenuhrenreichen Süden Berlins. Der Klausenpaß ist eine Nebenstraße zwischen Trabrennbahn Mariendorf und Erholungspark Britzer Garten. Das Ursprungsjahr der Sonnenuhr am Klausenpaß liegt in der Mitte der 90er Jahre, das dazugehörige Haus ist allerdings um ein paar Jahrzehnte älter.

Die obige Totale verweist auf eine Nahansicht der Sonnenuhr (108kB) die um 12 Uhr 35 MEZ aufgenommen wurde. Trotzdem zeigt die Uhr eine Zeit vor 12 Uhr 30. Dies ist vollkommen korrekt, denn die Aufnahme ist von Ende Februar, also aus einer Zeit, in der die Zeitgleichung einen Wert um -12 Minuten besitzt. Einfache, die wahre Ortszeit zeigende Sonnenuhren dürfen somit im Vergleich zur mittleren Ortszeit deutlich nachgehen.


Manchmal iniitiert man mit dem Erzählen seines Hobbies bei manchen Zeitgenossen einen Eifer, der einem dann etwas peinlich ist, weil man selbst garnicht so sehr dieses Hobby verfolgt. Sonnenuhren und die Suche danach können solch ein Hobby sein. Das folgende Bild ist Folge eines initiierten Eifers, aber auch ein Zeugnis davon, inwieweit Sonnenuhren selbst ein Eifer sein können. Die hier abgebildete Sonnenuhr ist eine Vormittagssonnenuhr an einer fast-Ostwand, die wie die Vormittags-MESZ-Uhr am U-Bahnhof Alt-Mariendorf nur schwer zu erreichen ist, wenn sie denn in Funktion wäre:

Fotos mit Casio QV(?)

Sonnenuhr am Ehrenpreisweg, Berlin-Rudow, Winter 2002 (Fotos: R. Laufer)

Die Wandsonnenuhr aus Metall mit einem in einer Kugel endenden Stab-Gnonom ist Teil eines ganzen Uhrengartens, der sprichwörtlich verwildert ist. Ob die Uhr an der Wand überhaupt eine Uhrzeit anzeigt, konnte nicht geklärt werden. Die Aufschrift auf dem zur Sonnenuhr gehörigen Bild zeigt: "γ=53°23 ½'   λ=13°29 ½'   N 84°30'0", wobei die ersten zwei Daten Breiten- und Längengrad angeben, der dritte dagegen wahrscheinlich die Ausrichtung der Wand.


Der Berliner Künstler Bernd Blank hat die folgende Sonnenuhr konzipiert und realisiert, die im Rudower Nordpark an der Knollstraße aufgestellt ist:

Fotos mittels Pentax MZ-5

Sonnenuhr im Nordpark, Berlin-Rudow, Sommer 2000

Die Uhr ist aus den 90er Jahren, aus Stahl gefertigt und ist einigen der Windspiele des Künstlers noch am ähnlichsten. Neben der Form ist auch die Funktionsweise der Sonnenuhr besonders ambitioniert: Die Zeit wird mittels eines Lochs in der drehbaren Scheibe der zentralen, ebenfalls drehbaren Säule angezeigt. Wenn das Loch in der Scheibe auf die Sonne ausgerichtet ist, zeigt ein Lichtpunkt auf der gebogenen Zeitskala nicht nur die Uhrzeit, sondern auch den aktuellen Monat. Die Sonnenuhr berücksichtigt keine "Sommerzeit". Dies besagt auch eine auf der Steinmauer im Vordergrund angebrachte Tafel.

Im Sommer 2000 war diese Uhr leider durch Vandalismus funktionslos: das zeitanzeigende Loch war unwiederbringlich verstopft worden. - Der Rudower Nordpark befindet sich im äußersten Süden von Berlin neben einer relativ modernen Siedlung. Die Knollstraße mündet in die Waltersdorfer Chaussee etwa einen Kilometer südlich vom U-Bahnhof Rudow.


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