Sonnenuhren in
Berlin und Umgebung

Sonnenuhren in Tiergarten und Kreuzberg


Sonnenuhr im Fritz-Schloßpark Foto (64kB)

Sonnenuhr im Fritz-Schloßpark, Spätfrühling 2000

Man frage einen durchschnittlichen, wenn möglichen geborenen Berliner danach, wo sich der Fritz-Schloßpark befindet. Man wird wohl zu achtzig bis neunzig Prozent nur ein Schulterzucken ernten. Besonders lustig wird es, wenn man sich sogar davor befindet, denn für die meisten ist der Fritz-Schloßpark an der Rathenower Straße in Alt-Moabit eher der Park am Poststadion und das "Fritz-Schloß" das heutige Kriminalgericht mit angeschlossener Strafanstalt.

Die Sonnenuhr befindet sich etwas versteckt auf dem Areal einer Anhöhe im Park in der Nähe zum Poststadion. Nach dem Katalog zu Sonnenuhren in Deutschland und der Schweiz der DGC wurde die Uhr im "20. Jahrhundert" errichtet. Diese etwas schwammige Aussage und die Ausführung der Sonnenuhr könnte darauf hindeuten, daß die Sonnenuhr eine der vielen in den 30er Jahren in Berlin aufgestellten Zeitanzeiger ist.


Fotos mittels Minox 35ML

Englischer Garten mit Sonnenuhr, Berlin-Tiergarten, Frühjahr 2000

Der Englische Garten ist ein Teil des Tiergartens in der Nähe von Schloß Bellevue und der Siegessäule, und wenn man den Park wie im obigen Bild sichtbar von einem bestimmten Weg von der Altonaer Straße aus betritt, so kann man auch bereits die Sonnenuhr sehen, die sich neben dem Haus im Englischen Garten befindet.

Die Sonnenuhr ist eine Metallarbeit von 1987 und ein Geschenk einer Tiergartener Bürgerin, was auch die Inschrift auf der Plakette am Sockel beschreibt. Links von der Uhr befindet sich der Teich des Englischen Gartens, rechts davon das Haus, das ganzjährig als Restaurant dient. Das obige Bild verweist auf zwei Bilder der Sonnenuhr (Frontansicht, 117kB JPEG und Schrägansicht, 119kB JPEG), ein Bild vom See (180kB JPEG) und eines vom Haus (114kB JPEG), jeweils gemacht im Frühjahr 2000 (Winter 1999/2000).


Foto: Pentax MZ-5

Wandsonnenuhr in der Adalbertstr.,
Berlin-Kreuzberg, Spätfrühling 2000
Die beiden nebenstehenden Sonnenuhren aus Kreuzberg, die beide im Katalog zu Sonnenuhren in Deutschland und der Schweiz von der deutschen Gesellschaft für Chronometrie von 1994 verzeichnet sind, sind auf den Fotos in ihrem Zustand im Jahr 2000 zu sehen. Beiden Sonnenuhren ist gemein, daß sie auf einer kompletten Seitenfront plaziert sind. Trotzdem sind beide relativ leicht zu übersehen.
Foto: Pentax MZ-5

Wandsonnenuhr in der Nostitzstr.,
Berlin-Kreuzberg, Spätfrühling 2000

Die linke Sonnenuhr an der Kreuzung Adalbertstraße / Waldemarstraße ist nämlich nur am Giebel angebracht, während die restliche Fläche ein verwaschenes Wandgemälde ist. Sofern man nicht nach oben schaut, kann einem die Sonnenuhr leicht entgehen. Besonderheit dieser Uhr und als nach 1980 entstanden identifizierend ist, daß sie sowohl eine Skala für MEZ also auch für MESZ besitzt. Nach dem Katalog wurde sie 1985 installiert, ist zehn mal fünf Meter groß und zeigt die Zeit ausreichend genau an. Sie ist im Umfeld des Künstlerhauses Bethanien zu finden. Der nächstliegendste U-Bahnhof ist Kottbusser Tor.

Die rechte Sonnenuhr an der Einmündung der Riemannstraße in die Nostitzstraße befindet sich südlich der Gneisenaustraße zwischen U-Bhf. Mehringdamm und U-Bhf. Gneisenaustraße. Sie ist leicht zu übersehen, denn trotz ihrer Größe fehlt ihr einiges, was eine typische Sonnenuhr ausmacht: die Zeitskala. Zudem ist nach dem Sonnenuhrenkatalog der Schattenstab nicht erdachsparallel, so daß selbst bei einer Skala eine Uhrzeit nur jeweils jahreszeitabhängig zu schätzen wäre. Das ziffernlose, symmetrisch gleichmäßig unterteilte Ziffernblatt ist etwa 10x10 Meter groß. Die Objekte auf dem Foto im Vordergrund sind von einem zu dieser Zeit noch existierenden Blumenladen in der Nostitzstraße.


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